Auf dieser Informationsseite finden Sie umfassende Informationen über die Ursachen, Symptome und Diagnoseverfahren des Grauen Stars. Zudem werden die verschiedenen Operationsmethoden und Linsentypen erklärt, die bei der Behandlung dieser Erkrankung verwendet werden. Ein FAQ-Bereich bietet Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Grauer Star (Katarakt)
Überblick Grauer Star (Katarakt)
Bei der Katarakt, auch als "Grauer Star" bekannt, handelt es sich um eine Augenerkrankung, bei der die natürliche Augenlinse trüb wird. Dies geschieht meist aufgrund von Alterungsprozessen des Auges. Mit der steigenden Zahl älterer Menschen in der Bevölkerung hat die Häufigkeit des Grauen Stars in den letzten Jahrzehnten zugenommen.
Derzeit gibt es keine medikamentöse Therapieoption für den Grauen Star. Die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit ist eine Operation, bei der die getrübte natürliche Linse durch eine klare Kunststofflinse (IOL) ersetzt wird. Die Operation des grauen Stars, bekannt als Kataraktoperation, ist eine der häufigsten und sichersten Operationen weltweit.
Wenn Sie weitere Fragen zu den Ursachen, Symptomen und der Behandlung des Grauen Stars haben oder eine Beratung wünschen, stehen Ihnen unsere erfahrenen Augenärzte gerne zur Verfügung.
Grauer Star – Entstehung
Der Graue Star entsteht durch die fortschreitende Verhärtung und Trübung der Augenlinse, die ab dem 50. Lebensjahr beginnt und sich ab dem 60. Lebensjahr verstärkt. Dieser Prozess ist ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses – Beinahe jeder Mensch, der nur alt genug wird, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen grauen Star.
Grauer Star – Ursachen
Meist sind die Linsentrübungen des grauen Stars eine Folge von Stoffwechselprozessen im Laufe des Lebens. Die zuvor ungetrübte Linse wird durch natürliche Alterungsprozesse zunehmend getrübt. Aber auch UV-Strahlung, bestimmte Vorerkrankungen und Lebensgewohnheiten (Rauchen) können die Ausbildung einer Katarakt zusätzlich begünstigen.
Grauer Star – Symptome
Typische Symptome des Grauen Stars entwickeln sich schleichend und umfassen verschwommenes Sehen, erhöhte Blendungsempfindlichkeit, Doppeltsehen, veränderte Farbwahrnehmung sowie Nachtblindheit. Mit der Zeit können die Symptome jedoch deutlicher werden und das tägliche Leben der Betroffenen zunehmend beeinträchtigen.
Grauer Star – Diagnostik
Die Diagnose des Grauen Stars erfolgt durch eine umfassende Augenuntersuchung durch einen Augenarzt, einschließlich einer Spaltlampenuntersuchung, Sehtests und Augendruckmessung. Oft ist es sinnvoll, vor der Durchführung einer Kataraktoperation auch eine spezielle Untersuchung (sog. Optische Kohärenz Tomographie, sog. „OCT“) der Netzhaut durchzuführen.
Wie wird der Graue Star behandelt?
Beim Grauen Star helfen keine Medikamente. Die einzige Therapie gegen den Grauen Star ist eine Operation. Die Grauer Star-OP ist seit 50 Jahren eine absolute Standardoperation und, wegen der steigenden Lebenserwartung, sogar die häufigste Operation überhaupt. Bei der Operation des grauen Stars wird die trüb gewordene Augenlinse entfernt, das Verfahren nennt sich Phako-Emulsifikation. Die natürliche Linse wird dann durch eine künstliche Linse, eine sogennante Intraokularlinse (IOL) ersetzt.
Als erstes Operationszentrum in Krefeld bieten wir im OP Zentrum der Augenärzte Krefeld auch die fortschrittliche Femto-Laser-OP zur Behandlung des grauen Stars an.
Ursachen und Entstehung des grauen Stars
Jeder Mensch, der nur alt genug wird, bekommt mit großer Wahrscheinlichkeit einen Grauen Star (Katarakt bzw. Alterskatarakt). Im vorderen Abschnitt des Augapfels liegt hinter der klaren Hornhaut und der gefärbten Regenbogenhaut die Augenlinse – sie ist normalerweise völlig klar. So kann am Augenhintergrund auf der Netzhaut ein kleines, scharfes Abbild von dem entstehen, was wir sehen.
Durch ständiges Wachstum wird die Augenlinse mit dem Alter immer größer und härter. Außerdem kann sich der Linsenkern durch Alterungsprozesse eintrüben, etwa wegen einer Vorerkrankung wie Diabetes mellitus oder aufgrund einer Verletzung im Auge. Auch Rauchen, manche Medikamente oder altersbedingte Stoffwechselreaktionen können dazu beitragen.
Gesundes Auge
Die Linse eines gesunden Auges ist ungetrübt. Die altersbedingte Trübung des Auges entwickelt sich schleichend und bleibt zunächst unbemerkt.
Typische Symptome des Grauen Stars durch die Trübung der Linse sind verschwommenes Sehen, veränderte Farbwahrnehmung sowie Nachtblindheit.
Symptome Grauer Star: Sehverlust und Lichtempfindlichkeit
Symptome des Grauen Stars umfassen eine Verschlechterung der Sehschärfe mit häufigen Veränderungen der Brillenstärke, eine Veränderung der Farbwahrnehmung, sowie eine erhöhte Blend- und Lichtempfindlichkeit, die Autofahren und Computerarbeit erschweren. Betroffene leiden zudem unter Nachtblindheit, Bildstörungen wie Doppelbildern und, bei fortgeschrittenem Grauen Star, einer Verfärbung des Linsenkerns.
- Verschlechterung der Sehschärfe: häufige Veränderungen der Brillenstärke
- Veränderung der Farbwahrnehmung: Farben erscheinen matt und ausgeblichen
- Blend- und Lichtempfindlichkeit: Schwierigkeiten beim Autofahren oder bei Computerarbeit
- Nachtblindheit: Schwierigkeiten beim Sehen in der Dämmerung und bei Nacht
- Bildstörungen: Wahrnehmung von Doppelbildern
- Verfärbung des Linsenkerns: Bei fortgeschrittenem Grauen Star von gelbgrau über dunkelbraun bis schwarz
Visualisierung Grauer-Star
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Linsentypen bei einer Grauer-Star-Operation
Monofokale Linsen
Eine Monofokallinse ist eine künstliche Augenlinse, die bei Operationen des Grauen Stars und beim Refraktiven Linsenaustausch (RLE / CLE) eingesetzt wird. Sie kann auf einen Bereich scharf stellen. Darüber hinaus gibt es sogenannte Premiumlinsen , die auch auf mehrere Bereiche scharfstellen oder z.B. eine Hornhautverkrümmung ausgleichen können. Dies kann die monofokale Linse nicht. Dennoch haben Monofokallinsen eindeutige Stärken. Außerdem werden die Kosten für die Monofokallinse von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Multifokale Linsen
Multifokale Intraokularlinsen decken im Gegensatz zu monofokalen Intraokularlinsen mehrere Entfernungsbereiche ab. Es gibt sie beispielsweise als bifokale Linsen (zwei Entfernungsbereiche) und trifokale Linsen (drei Entfernungsbereiche). Multifokale Linsen bieten sich für Menschen an, die altersbedingt sowohl eine Kurzsichtigkeit (Myopie) als auch eine Weitsichtigkeit (Hyperopie) haben und ggf. schon eine Gleitsichtbrille tragen.
Asphärische Linsen
Künstliche Linsen können unterschiedliche Eigenschaften haben, die den Sehkomfort verbessern. Eine mögliche Zusatz-Eigenschaft bieten asphärische Linsen. Sie haben eine besondere Brechkraft, die das Sehen bei Dunkelheit verbessert. So wird der Streulicht-Effekt gemildert, der z.B. durch Gegenlicht bei Regen und Dunkelheit entsteht, aber auch bei Kerzenlicht.
Torische Linsen
Eine Linse mit einer torischen Zusatzeigenschaft hat die Aufgabe, eine vorhandene Hornhautverkrümmung auszugleichen. Sowohl Monofokallinsen als auch Multifokallinsen können torisch sein. Ob das betroffene Auge wirklich für die Implantation einer torischen Intraokularlinse geeignet ist, muss während der Voruntersuchung geprüft werden.
EDOF
Eine EDOF-Linse (Extended Depth of Focus, also Linse mit erweiterter Tiefenschärfe) ist eine spezielle Intraokularlinse (IOL), die entwickelt wurde, um eine gleichmäßigere und erweiterte Sehschärfe zu bieten, insbesondere für Patienten mit Katarakten oder Fehlsichtigkeiten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Monofokallinsen, die nur einen fixen Fokus haben, erweitert die EDOF-Technologie den Bereich des scharfen Sehens, was sowohl für die Ferne als auch für die Zwischenentfernung von Vorteil ist.
Nicht immer ist es möglich, eine Versorgung anzubieten, die eine Brille komplett ersetzt. In der Voruntersuchung klären wir, welcher Linsentyp für Sie medizinisch sinnvoll ist.
Linsenimplantate bei einer Grauen Star OP im Vergleich
Hierbei ist es wichtig festzustellen, dass nicht pauschal die teuerste Linsenart auch notwendigerweise die optimal geeignete für ihre Bedürfnisse sein muss. Es gibt durchaus Konstellationen, in denen selbst die normale „Standard“ monofokale Linse eine adäquate und zufriedenstellende Lösung für Ihre visuellen Bedürfnisse darstellen kann.
| Linsentyp | Schärfebereich | Brillenbedarf | Kontrast | Farbechtheit | Nachtsicht |
|---|---|---|---|---|---|
| Monofokale Basislinsen (Kassenversorgung) | Hornhautverkrümmung und Restwerte nur mit Brille korrigierbar | Ferne und Nähe | ++ | - | - |
| Monofokale Premiumlinsen (asphärisch+) | > 50cm bis Ferne | Lese bzw. Computerbrille | +++ | +++ | +++ |
| Trifokale Linse | Fernbereich > 5m Zwischenbereich 60-80cm Nahbereich 40-50cm |
unter 40cm Bereich 40-60cm |
+ | ++ | + |
| Isofokale Linsen (EDOF) | Fernbereich > 5m fließend bis 40cm | unter 50cm bei Schriftgröße kleiner als 11 Punkt | ++ | ++ | ++ |
| Torische Linse | Fernbereich > 5m fließend bis 40cm | Hornhautverkrümmung! | +++ | +++ | ++ |
Grauer Star – Fragen und Antworten
In unserem FAQ-Bereich zum Thema Grauer Star finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Entstehung, Diagnose, Behandlung und Nachsorge dieser weitverbreiteten Augenkrankheit. Unser Ziel ist es, Ihnen umfassende und verständliche Informationen bereitzustellen, um Ihnen bei der Orientierung und Entscheidungsfindung zu helfen.
Bei weiteren Fragen oder zur Vereinbarung eines Termins, kontaktieren Sie uns bitte direkt.